Seminar IT-Recht 2019

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  • 24. bis 26. Juni 2019 in Port de Pollença/Mallorca
  • Fortbildungsseminar gem. § 15 FAO
  • 10 Zeitstunden
  • Optional Lernerfolgskontrolle zur Erreichung zusätzlicher 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO n.F. ohne Zusatzkosten

Termine und Vortragszeiten

  • 24.06.2019 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
  • 25.06.2019 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
  • 26.06.2019 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause

Themen und Referenten (vorläufig, Änderungen vorbehalten)

Dr. Jens Bücking
Ein Jahr DSGVO – erste Erfahrungsberichte unter Berücksichtigung der Industrie 4.0

Das einheitliche EU-Datenschutzrecht steht seit dem 25.05.2018 in Kraft und stellt gerade Rechtsanwälte in der Beratungspraxis vor neue, anspruchsvolle Aufgaben. Nicht selten findet die Beratung ihre Fortsetzung in einem Datenschutzbeauftragtenmandat. An belastbarer Judikatur und Verwaltungspraxis fehlt es noch, nicht jedoch an ersten Erfahrungen auf Seiten der Datenschützer; Themen werden unter anderem sein:

  • Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung, Informationspflichten, Rechte der betroffenen Person, sonstige in der Praxis wichtige Regelungen der DSGVO
  • Datenschutzrechtliche Stellung der Rechtsanwälte
  • Durchsetzung von Rechten des Betroffenen, insbesondere Auskunftsanspruch, Ergänzungs-, Berichtigungs- und Löschungsanspruch, Unterlassungsanspruch, Unterrichtungsanspruch bei Berichtigung oder Löschung sowie Schadensersatzanspruch
  • Arbeit des externen Datenschutz- und Compliance-Beauftragten
  • IT-Sicherheit und Datenschutz in der industriellen Cloud
  • Datenschutzgrundverordnung und EU-IT-Sicherheitsrecht (NIS-Richtlinie): Überblick, Fallstricke und erste Hinweise aus der Praxis
Dr. Jens Bücking

Rechtsanwalt Dr. Jens Bücking ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht in Stuttgart, Partner bei esb Rechtsanwälte Stuttgart, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Technik, Stuttgart, Prof. assoc. an der E.N.U., Kerkrade und voi-certified expert “Risk Management and Compliance”.

 


Christian Oberwetter
Beschäftigtendatenschutz nach der Datenschutzgrundverordnung – Alles im Griff?

Durch zunehmende Technisierung der Arbeitswelt ist der Beschäftigtendatenschutz ein zentrales Thema auch für IT-Fachanwälte geworden. Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung und des reformierten Bundesdatenschutzgesetzes im Mai 2018 hat die Entwicklung einen weiteren Schub genommen. Die IT bietet nicht zuletzt mit einer Vielzahl von Erfassungs-, Assistenz- und Überwachungssystemen sowie Anwendungen Künstlicher Intelligenz enorme Möglichkeiten, Arbeit und Arbeitskräfte effizient einzusetzen. Dem stehen evident die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten gegenüber. Welche Regelungen müssen getroffen werden, welche Rolle spielen Datenschutzbeauftragter und Betriebsrat bei der Einführung von IT-Anwendungen. Diese und andere Fragen werden im Seminar geklärt, speziell:

  • Neue Regelungen zum Beschäftigtendatenschutz durch DSGVO/BDSG
  • Vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten
  • Mitarbeiterüberwachung konkret: Videoüberwachung, Internet- und E-Mail-Nutzung, Ortungs- und Assistenzsysteme
  • Überführung von Beschäftigten durch IT: Fragen der Beweisverwertung und Sanktionierung
  • Folgen rechtswidriger Kontrollen

Rechtsanwalt Christian Oberwetter ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht sowie Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg und Berlin und Mitglied bei  esb Rechtsanwälte. Er ist Verfasser einer Vielzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Autor des Buches „Social Media für Rechtsanwälte“.

 


Holger Loos
Rechtliche Probleme im Zusammenhang mit modernen Marketingformen

Die Sozialen Netzwerke und Blogs werden zunehmend auch für geschäftliche Zwecke genutzt, sei es im Rahmen von Public Relations oder für die Direktwerbung. Hierbei verwischen insbesondere bei sogenannten Influencerinnen und Influencern sowie im Zusammenhang mit Affiliate Marketing die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Kommunikation zusehends, so dass für den Betrachter in der Regel nicht mehr zwischen einem privaten Post und Werbung zu unterscheiden ist. Bei der Thematik Affiliate Marketing gilt es zusätzlich, schwer zu erfüllende datenschutzrechtliche Anforderungen zu erfüllen. Entsprechend wird sich der Seminarvortrag insbesondere mit folgenden Themenschwerpunkten befassen:

  • Einführungen in die Begrifflichkeiten und Funktionalitäten der relevanten Portale, insbesondere Instagram, Youtube und Facebook
  • Affiliate Marketing
  • Rechtliche Bewertung der Werbung unter besonderer Berücksichtigung der einzelnen Posting-Formen (Text, Foto, Video) in den genannten Portalen
  • Aktuelle Entwicklung der Rechtsprechung und die Reaktion der Influencer hierauf
  • Rechtliche Bewertung von Affiliate-Marketing unter besonderer Berücksichtigung der DSGVO und mit einem vorsichtigen Ausblick auf die E-Privacy-Verordnung
  • Innovative Lösungsansätze

Rechtsanwalt Holger Loos ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht und Partner der Kanzlei Loos Rechtsanwälte in Würzburg. Daneben ist er als TÜV Süd-zertifizierter Datenschutzbeauftragter tätig und lehrt als Dozent unter anderem an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

 


Bereits seit 2015 bewährt: Optional Lernerfolgskontrolle zur Erreichung zusätzlicher 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO n.F. ohne Zusatzkosten

Rechtlicher Hintergrund

Seit dem Jahre 2015 müssen gemäß der neuen Fassung des § 15 FAO 15 Zeitstunden Fachanwaltsfortbildung nachgewiesen werden. § 15 Abs. 4 FAO eröffnet dabei die Möglichkeit, bis zu 5 Zeitstunden im Wege des Selbststudiums durchzuführen, sofern eine Lernerfolgskontrolle stattfindet. Die Satzungsversammlung hatte dabei eine Online-Fortbildung nach folgendem Muster vor Augen: „Bei der Online-Fortbildung erhalten die Teilnehmenden Newsletter für das entsprechende Fachgebiet, in denen aktuelle und fortbildungsrelevante Rechtsprechung sowie Aufsätze, Gesetzgebungshinweise und Praxishinweise zusammengefasst werden. Die Lernerfolgskontrolle findet durch die Teilnahme an einem an den Lerninhalten anknüpfenden Prüfungsmodul statt und wird gesondert bescheinigt.“ (SV-Mat. 28/2013, Begründung des Vorschlags für eine Änderung des § 15 FAO (Fortbildung)).

Kooperation mit Telemedicus

Unser Kooperationspartner Telemedicus gibt eben einen solchen Newsletter wöchentlich heraus. Bereits publizierte Ausgaben können in einem Archiv abgerufen werden. Telemedicus hat uns dazu (natürlich ohne Übernahme einer Gewähr) bestätigt:

„Unsere Newsletter sind so konzipiert, dass sie den Anforderungen der Satzungsversammlung der BRAK an das Selbststudium im Rahmen des § 15 Abs. 4 FAO n.F. entsprechen. Insbesondere handelt es sich um Newsletter für das entsprechende Fachgebiet, in denen aktuelle und fortbildungsrelevante Rechtsprechung sowie Aufsätze, Gesetzgebungshinweise und Praxishinweise zusammengefasst werden.“

Das sorgfältige Studium der Telemedicus-Newsletter in einem Zeitraum von 6 Monaten nimmt nach unserer Überzeugung wenigstens 5 Zeitstunden in Anspruch.

Lernerfolgskontrolle

Als kostenlose Zusatzoption führen wir, basierend auf den Telemedicus-Newsletters der dem Fortbildungsseminar vorausgegangenen 6 Kalendermonate vor Ort in Mallorca eine schriftliche Lernerfolgskontrolle durch, über die wir eine gesonderte Bescheinigung ausstellen.

Seit Einführung im Jahre 2015 wurden die von unseren Teilnehmern eingereichten Nachweise für das Selbststudium und die Lernerfolgskontrolle ausnahmslos anerkannt. Weder wir noch Telemedicus können aber dafür eine Gewähr übernehmen. Nach unserer Rechtsüberzeugung liegt aus den genannten Gründen aber eine Anerkennungsfähigkeit vor.


Unsere Leistungen

  • 10 Zeitstunden an drei Tagen Unterricht gem. § 15 FAO
  • Optional und ohne Zusatzkosten in Kooperation mit Telemedicus: Durchführung einer Lernerfolgskontrolle auf der Basis des für die Fortbildung im IT-Recht konzipierten Telemedicus-Newsletters (Ausgaben der 6 Kalendermonate vor der Veranstaltung) zur Erreichung weiterer 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO neue Fassung (ohne Gewähr)
  • Tagungsgetränke
  • Arbeitsunterlagen (PDF)
  • Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO
  • Bestätigung über Durchführung der Lernerfolgskontrolle nach § 15 Abs. 4 FAO neue Fassung

Wichtiger Hinweis

Sowohl die Anerkennung der Vortragsstunden als auch die Anerkennung der Zeitstunden für das Selbststudium obliegen ausschließlich der Beurteilung der zuständigen Rechtsanwaltskammern. Bislang wurde keiner Fortbildungsbescheinigung von SEGELN & RECHT die Anerkennung versagt.


Seminargebühren

520,00 Euro zzgl. MwSt. (618,80 Euro brutto) regulär

450,00 Euro zzgl. MwSt. (535,50 Euro brutto) für Mitglieder der DAVIT (Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie im Deutschen Anwaltsverein) sowie Junganwälte (bis maximal zwei Jahre nach Zulassung zur Anwaltschaft)

Das Seminar findet in jedem Fall statt. Eine Mindestteilnehmerzahl gibt es nicht.

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Mit freundlicher Unterstützung (vielen Dank!) von

DAVIT
Telemedicus