Seminar IT-Recht 2017

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  • 19. bis 21. Juni 2017 in Port de Pollença/Mallorca
  • Fortbildungsseminar gem. § 15 FAO
  • 10 Zeitstunden
  • Optional Lernerfolgskontrolle zur Erreichung zusätzlicher 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO n.F. ohne Zusatzkosten

Termine und Vortragszeiten

  • 19.06.2017 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
  • 20.06.2017 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause
  • 21.06.2017 09:00 bis 13:00 Uhr inklusive Pause

Themen und Referenten (vorläufig, Änderungen vorbehalten)

Dr. Joerg Pense, LL.M.
Aktuelle Entwicklungen im Telekommunikationsrecht

Der Telekommunikationsmarkt unterliegt aufgrund der rasanten Entwicklungen der Informationstechnologien einem schnellen und stetigen Wandel. Das Bedürfnis der Nutzer nach immer schnelleren und leistungsfähigeren Übertragungswegen hat den Wettbewerb zwischen den TK-Anbietern angeheizt. Dieser Wettbewerb vollzieht sich durchaus im Sinne des Verbrauchers. Infolge immer neuer Produkte und Tarifangebote sind sowohl der Gesetzgeber als auch die Gerichte gefordert, sich mit geänderten Sachverhalten auseinanderzusetzen und sie in die Gesamtstruktur des TK-Rechts einzuordnen.

Vor diesem Hintergrund wird der Seminarvortrag den Teilnehmenden auch anhand aktueller Beispiele aus der Rechtsprechung einen praxisnahen Überblick zu folgenden Themenschwerpunkten geben:

  • Technik der Übertragungswege und deren Weiterentwicklung
  • Reaktionen des Gesetzgebers durch Anpassungen des TKG
  • Kundenschutz im TKG, Unterschiede zwischen Festnetz und Mobilfunk
  • Aktuelle Rechtsprechung zu Fragen des Vertragsschlusses, der Leistungspflichten und -störungen, der Vertragsbeendigung sowie des einstweiligen Rechtsschutzes

Dr. Joerg PenseRechtsanwalt Dr. Joerg Pense, LL.M. (American University, Washington, D.C.) ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht und Partner der Kanzlei Pense Rechtsanwälte in Frankfurt am Main. Er verfügt über eine langjährige Expertise auf dem Gebiet des Telekommunikationsrechts und berät und vertritt einen der führenden deutschen und internationalen Telekommunikationsanbieter.

 

Christian Oberwetter
Hate Speech, Fake News, Social Bots – Wo sind die Grenzen?

Die Sozialen Netzwerke sind längst keine Plattformen mehr, auf denen nur Urlaubs- und Partyfotos geteilt werden. Die Bürger und die Parteien haben entdeckt, dass Facebook & Co. ihnen enorme Meinungsmacht verleihen können. Wie überall, wo viele Menschen zusammenkommen, wird debattiert und gestritten. Anonymität und Austausch in Echtzeit verleiten aber auch zu Beleidigungen und Hetze. Daneben verbreiten sich Fake-News im Netz mit rasanter Geschwindigkeit. Schon marschieren Social Bots auf den Plan, um im Wahlkampf als Roboterarmeen in den Netzwerken eingesetzt zu werden. Der Seminarvortrag wird sich daher insbesondere mit folgenden Themenschwerpunkten befassen:

  • Juristische Definitionen von Hate-Speech, Fake-News und Social Bots
  • Gegenwärtige Rechtslage: Haftung von User und Netzwerkbetreiber/Provider
  • Gesetzesvorhaben zur Regulierung und ihre Bewertung
  • Praktische Fragen: Vorgehen bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen/ Shitstorm/Straftaten

Rechtsanwalt Christian Oberwetter ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht sowie Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg und Berlin und Partner der Kanzlei Oberwetter Olfen. Er ist Verfasser einer Vielzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Autor des Buches „Social Media für Rechtsanwälte“.

 

Dr. Jens Bücking
Internet of Things und Industrie 4.0 – Rechtsfragen der Digitalisierung

Industrie 4.0 betrifft als „vierte industrielle Revolution“ die Vernetzung von Verfahren, Produktion und Produkten. Um die Potenziale von Industrie 4.0 ausschöpfen zu können, bedarf es innovativer Prozesse und Geschäftsmodelle. Indes sind naturgemäß meist noch keine spezifischen gesetzlichen Regelungen vorhanden. Der bestehende Gesetzesrahmen aus dem analogen Zeitalter stößt andererseits immer häufiger an seine Grenzen. De lege ferenda bedarf es in vielen Bereichen daher neuer, die globale Vernetzung abbildender gesetzlicher Rahmenbedingungen. Bis dahin müssen Lücken durch vertragliche Regelungen geschlossen werden. Der Seminarvortrag behandelt die wichtigsten Problemstellungen und Handlungsfelder, erörtert den Stand der Diskussion um geeignete Antworten und Initiativen und gibt den Teilnehmern praktische Hinweise und Gestaltungsempfehlungen an die Hand; Themen werden unter anderem sein:

  • Maschinendokumentation vs. Rechts- und Beweissicherheit im Zivilprozessrecht
  • Maschinelle Willenserklärungen und Vertragsabschlüsse
  • IT-Sicherheit und Datenschutz in der industriellen Cloud
  • Produkt- und Produzentenhaftung bei Industrie 4.0-Produkten
  • Definition und Abgrenzung von vernetzt und maschinell geschaffenem IP (inkl. „Dateneigentum“

Dr. Jens BückingRechtsanwalt Dr. Jens Bücking ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht in Stuttgart, Partner bei esb Rechtsanwälte, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Technik, Stuttgart, Prof. assoc. an der E.N.U., Kerkrade und voi-certified expert “Risk Management and Compliance”.

 


Bereits seit 2015 bewährt: Optional Lernerfolgskontrolle zur Erreichung zusätzlicher 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO n.F. ohne Zusatzkosten

Rechtlicher Hintergrund

Seit dem Jahre 2015 müssen gemäß der neuen Fassung des § 15 FAO 15 Zeitstunden Fachanwaltsfortbildung nachgewiesen werden. § 15 Abs. 4 FAO eröffnet dabei die Möglichkeit, bis zu 5 Zeitstunden im Wege des Selbststudiums durchzuführen, sofern eine Lernerfolgskontrolle stattfindet. Die Satzungsversammlung hatte dabei eine Online-Fortbildung nach folgendem Muster vor Augen: „Bei der Online-Fortbildung erhalten die Teilnehmenden Newsletter für das entsprechende Fachgebiet, in denen aktuelle und fortbildungsrelevante Rechtsprechung sowie Aufsätze, Gesetzgebungshinweise und Praxishinweise zusammengefasst werden. Die Lernerfolgskontrolle findet durch die Teilnahme an einem an den Lerninhalten anknüpfenden Prüfungsmodul statt und wird gesondert bescheinigt.“ (SV-Mat. 28/2013, Begründung des Vorschlags für eine Änderung des § 15 FAO (Fortbildung)).

Kooperation mit Telemedicus

Unser Kooperationspartner Telemedicus gibt eben einen solchen Newsletter wöchentlich heraus. Bereits publizierte Ausgaben können in einem Archiv abgerufen werden. Telemedicus hat uns dazu (natürlich ohne Übernahme einer Gewähr) bestätigt:

„Unsere Newsletter sind so konzipiert, dass sie den Anforderungen der Satzungsversammlung der BRAK an das Selbststudium im Rahmen des § 15 Abs. 4 FAO n.F. entsprechen. Insbesondere handelt es sich um Newsletter für das entsprechende Fachgebiet, in denen aktuelle und fortbildungsrelevante Rechtsprechung sowie Aufsätze, Gesetzgebungshinweise und Praxishinweise zusammengefasst werden.“

Das sorgfältige Studium der Telemedicus-Newsletter in einem Zeitraum von 6 Monaten nimmt nach unserer Überzeugung wenigstens 5 Zeitstunden in Anspruch.

Lernerfolgskontrolle

Als kostenlose Zusatzoption führen wir, basierend auf den Telemedicus-Newsletters der dem Fortbildungsseminar vorausgegangenen 6 Kalendermonate vor Ort in Mallorca eine schriftliche Lernerfolgskontrolle durch, über die wir eine gesonderte Bescheinigung ausstellen.

Seit Einführung im Jahre 2015 wurden die von unseren Teilnehmern eingereichten Nachweise für das Selbststudium und die Lernerfolgskontrolle ausnahmslos anerkannt. Weder wir noch Telemedicus können aber dafür eine Gewähr übernehmen. Nach unserer Rechtsüberzeugung liegt aus den genannten Gründen aber eine Anerkennungsfähigkeit vor.


Unsere Leistungen

  • 10 Zeitstunden an drei Tagen Unterricht gem. § 15 FAO
  • Optional und ohne Zusatzkosten in Kooperation mit Telemedicus: Durchführung einer Lernerfolgskontrolle auf der Basis des für die Fortbildung im IT-Recht konzipierten Telemedicus-Newsletters (Ausgaben der 6 Kalendermonate vor der Veranstaltung) zur Erreichung weiterer 5 Zeitstunden im Selbststudium gem. § 15 Abs. 4 FAO neue Fassung (ohne Gewähr)
  • Tagungsgetränke
  • Arbeitsunterlagen (PDF)
  • Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO
  • Bestätigung über Durchführung der Lernerfolgskontrolle nach § 15 Abs. 4 FAO neue Fassung

Wichtiger Hinweis

Sowohl die Anerkennung der Vortragsstunden als auch die Anerkennung der Zeitstunden für das Selbststudium obliegen ausschließlich der Beurteilung der zuständigen Rechtsanwaltskammern. Bislang wurde keiner Fortbildungsbescheinigung von SEGELN & RECHT die Anerkennung versagt.


Seminargebühren

520,00 Euro zzgl. MwSt. (618,80 Euro brutto) regulär

450,00 Euro zzgl. MwSt. (535,50 Euro brutto) für Mitglieder der DAVIT (Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie im Deutschen Anwaltsverein) sowie Junganwälte (bis maximal zwei Jahre nach Zulassung zur Anwaltschaft)

Das Seminar findet in jedem Fall statt. Eine Mindestteilnehmerzahl gibt es nicht.

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Mit freundlicher Unterstützung (vielen Dank!) von

DAVIT                        Telemedicus